... newer stories
Freitag, 8. Juli 2011
Trauerweide
miercoles, 02:52h
Lieber T.
Anscheinend hast du von unserer Diskussion bei der Trauerweide immer noch den Eindruck ich sei unreif. Ich will versuchen diesen Eindruck zu widerlegen, nicht indem ich meine Aussagen, noch meine harschen Worte zurückziehe, noch indem ich sie abschwäche, nur indem ich sie erkläre. Aber wenn du diesen Eindruck von mir haben willst, werde ich auch nichts dagegen machen können.
Du scheinst zu denken, dass ich mich aus einer unüberlegten Unreife heraus den Gesetzen und der Polizei widersetzen will. Als ich in dieser Diskussion meine Arbeit erwähnt habe, wollte ich damit nicht sagen, dass ich nur aufgrund dessen richtig oder falsch liege, bzw. reif oder unreif bin. Wogegen ich mich jedoch wehren muss ist der Vorwurf, dass meine Position einer unüberlegten Unreife entspringt. Was ich eigentlich sagen wollte, ist dass ich mich sehr wohl mit Begriffen und Gegenständen wie Rechtsstaat und Solidarität auseinandersetze und darum nicht prinzipiell unüberlegt handle.
Du hast behauptet ich würde unsolidarisch handeln, als ich mich nicht bereit erklärte sofort den Platz, auf dem wir uns illegal befanden, zu räumen und damit riskierte, dass ein Mann, der seine Personalien mehr oder weniger freiwillig gegeben hatte, für mein Handeln büssen musste. Zuerst will ich dich fragen mit welchem Recht dieser Mann die Verantwortung für mein Handeln übernommen hat. Und dabei will ich allen moralischen Blendungen von wegen „Dass ist doch eine gute Geste, er hat sich für uns aufgeopfert und dafür müsse man ihm entgegen kommen“ und Entschuldigungen von wegen „er stand halt zufällig ganz vorne und hatte keine andere Wahl“ widersprechen. Er hatte nämlich sehr wohl die Wahl. Denn es ist die Pflicht der Polizei vorzuwarnen und über das Recht der Wahl aufzuklären: „Entweder du gibst uns deine Personalien und garantierst dafür, dass alle in 15 Minuten weg sind, oder du gehst jetzt gleich und alle anderen auch.“ Er musste sich also überlegen ob er für uns alle, eine Gruppe von ihm fast gänzlich unbekannten Personen, die Verantwortung übernahm oder ob er sagte: „Weil ich nicht für alle garantieren kann, räume ich jetzt den Platz ohne meine Personalien zu geben, und überlasse jedem seiner Eigenverantwortung.“
Sartre hätte darauf eine Antwort gewusst:
„Aber ich kann mich nicht auf Menschen verlassen, die ich nicht kenne, und mich dabei auf die menschliche Güte oder das Interesse des Menschen für das Wohl der Gesellschaft stützen, da der Mensch frei ist und es keinerlei menschliche Natur gibt auf die ich bauen könnte“
Sich also dafür zu entscheiden die Verantwortung für eine Gruppe von Fremden zu übernehmen stellt unbestreitbar ein Risiko dar, bei dem es ganz darauf ankommt ob diese Gruppe zu der auch ich gehörte, zum Vor- oder Nachteil dieses Mannes handelten. Böse gesagt könnte man sagen es sei dumm von ihm, darauf zu vertrauen, dass wir in 15 Minuten den Platz räumen würden.
Sich trotzdem dafür zu entscheiden dieses Risiko auf sich zu nehmen, kann ich mir nur erklären, wenn dieser Mann genau auf diese von Sartre verneinte menschliche Natur vertraut hatte. Dann muss er kalkuliert haben, dass wir und auch ich in etwa wie folgt denken:
„Aber dieser Fremde bringt ein Opfer (seine Personalien) für mich auf und ist bereit für uns alle gerade zu stehen, da muss man ihm doch entgegen kommen und in den Platz räumen“ Wenn ich so gedacht hätte, hätte ich „solidarisch“ und „menschlich“ gehandelt.
Meine Frage: Nur weil dieser Mann, den ich nicht kenne, ohne mich zu fragen ein solches Opfer für mich bringt, muss jetzt also auch ich ihm gegenüber Solidarität zeigen?
Ich büsse also von meiner Entscheidungs- und Handlungsfreiheit mich den Polizisten zu widersetzen oder nicht ein, nur weil ich ungefragt zur wechselseitigen Solidarität verpflichtet worden bin?
Und ich gebe zu, dass mir diese Freiheit viel wert ist. Aber ich habe mir sehr wohl die Frage gestellt, ob es es wert sei auf diese Freiheit in Angesicht dieser Lappalie zu bestehen, oder ob ich auch einfach den solidarisch den Platz räumen könnte, damit dieser unbekannte Mann keine Scherereien bekommt. Gut möglich, dass eine Abwägung in diesem spezifischen und kleinlichen Fall zugunsten des Fremden ausgefallen wäre, wenn ich dabei nicht noch ein weiteres Opfer als meine Freiheit in Kauf hätte nehmen müssen.
Indem dieser Fremde auf eine „menschliche Natur“ in mir baute, glaubte er an „etwas Gutes im Menschen“ und auch in mir, zu dem ein „natürliches“ Solidaritätsbewusstsein gehörte. Das entspricht seinem Menschen- und Weltbild, das ein moralisches ist und das ich nicht unbedingt teile. Nicht weil ich nicht glaube, dass es nicht etwas Gutes im Menschen gibt, sondern weil es mich noch zu etwas Weiterem verpflichtet. Weil es nun also „gut“ und „menschlich“ wäre, müsste ich auch Solidarität gegenüber seiner Idee von einem Rechtsstaat zeigen. Seine Idee von einem Rechtsstaat entspricht also seinem Versprechen an die Polizisten in 15 Minuten den Platz zu räumen, dass man sich an die Gesetze halten müsse und seinem exekutivem Arm Gehorsam zu leisten habe und damit basta. Dass der Rechtsstaat für uns sorgen müsse wie für ein unmündiges und hilfloses Kind, dass er immer wisse, was das Beste für uns sei. Wenn nun also das „Gute“ in mir von mir verlangt, dass ich Solidarität zeige, verlangt es auch von mir, dass ich dieser Idee von Rechtsstaat zustimme.
Aber das kann ich nicht. Denn ich sage mit Goethe:
„Man kann zum Vorteil der Regeln viel sagen, ungefähr was man zum Lobe der bürgerlichen Gesellschaft sagen kann. Ein Mensch, der sich nach ihnen bildet, wird nie etwas Abgeschmacktes und Schlechtes hervorbringen, wie einer, der sich durch Gesetze und Wohlstand modeln lässt, nie ein unerträglicher Nachbar, nie ein merkwürdiger Bösewicht werden kann; dagegen wird aber auch alle Regel, man rede was man wolle, das wahre Gefühl von Natur und den wahren Ausdruck derselben zerstören!“
Ich bin nicht gegen den Rechtsstaat, sehe sogar seine Nötigkeit sehr wohl ein, aber zu seinen Gesetzen kann ich nur Ja sagen, wenn sie lebbar sind, wenn sie nicht bevormunden, wenn der Rechtsstaat Ohren und nicht nur Fäuste für den Widerstand übrig hat, wo dieser Bedürfnisse der Bevölkerung ausdrückt. Wenn jetzt aber eingewendet wird, dass noch ausdiskutiert werden müsse, ob die Stadt B. und der Rechtsstaat S. der Jugend und überhaupt genügend Freiraum zum atmen zu Verfügung stellt, verstehe ich das. Aber dabei handelt es sich aber um eine andere Diskussion, die ich zu gerne zu einem anderen Zeitpunkt führe, wenn du willst. Was ich mit dieser Ausführung sagen will ist, dass mir dieser Herr „Unbekannt“ durch seinen Solidaritätsanspruch nicht nur ein moralisches Menschen- und Weltbild aufzwingt, gegen das ich in diesem Fall nichts habe, sondern auch noch verlangt, dass ich meine Idee von einem Rechtsstaat aufgebe.
Und Nein ich bin nicht bereit diese Idee ohne weiteres aufzugeben, ohne mit dem Fremden darüber diskutiert zu haben, ohne von seiner Rechtsstaatidee überzeugt worden zu sein und dahinter stehen zu können. Ich lasse mich nicht von diesen moralischen Ansprüchen und dem Glauben an das „Gute im Menschen“ in Fesseln legen.
Vielleicht verstehst du jetzt, warum ich damals das sehr spitze und vielleicht unreif erscheinende, aber sehr wohl überlegte Wort „Vergewaltigung“ angewendet habe.
Denn wenn von mir verlangt wird, dass ich gegen meine Überzeugungen handle, dann zwingt man mich zu etwas, dass nicht meinem Willen entspricht.
Anscheinend hast du von unserer Diskussion bei der Trauerweide immer noch den Eindruck ich sei unreif. Ich will versuchen diesen Eindruck zu widerlegen, nicht indem ich meine Aussagen, noch meine harschen Worte zurückziehe, noch indem ich sie abschwäche, nur indem ich sie erkläre. Aber wenn du diesen Eindruck von mir haben willst, werde ich auch nichts dagegen machen können.
Du scheinst zu denken, dass ich mich aus einer unüberlegten Unreife heraus den Gesetzen und der Polizei widersetzen will. Als ich in dieser Diskussion meine Arbeit erwähnt habe, wollte ich damit nicht sagen, dass ich nur aufgrund dessen richtig oder falsch liege, bzw. reif oder unreif bin. Wogegen ich mich jedoch wehren muss ist der Vorwurf, dass meine Position einer unüberlegten Unreife entspringt. Was ich eigentlich sagen wollte, ist dass ich mich sehr wohl mit Begriffen und Gegenständen wie Rechtsstaat und Solidarität auseinandersetze und darum nicht prinzipiell unüberlegt handle.
Du hast behauptet ich würde unsolidarisch handeln, als ich mich nicht bereit erklärte sofort den Platz, auf dem wir uns illegal befanden, zu räumen und damit riskierte, dass ein Mann, der seine Personalien mehr oder weniger freiwillig gegeben hatte, für mein Handeln büssen musste. Zuerst will ich dich fragen mit welchem Recht dieser Mann die Verantwortung für mein Handeln übernommen hat. Und dabei will ich allen moralischen Blendungen von wegen „Dass ist doch eine gute Geste, er hat sich für uns aufgeopfert und dafür müsse man ihm entgegen kommen“ und Entschuldigungen von wegen „er stand halt zufällig ganz vorne und hatte keine andere Wahl“ widersprechen. Er hatte nämlich sehr wohl die Wahl. Denn es ist die Pflicht der Polizei vorzuwarnen und über das Recht der Wahl aufzuklären: „Entweder du gibst uns deine Personalien und garantierst dafür, dass alle in 15 Minuten weg sind, oder du gehst jetzt gleich und alle anderen auch.“ Er musste sich also überlegen ob er für uns alle, eine Gruppe von ihm fast gänzlich unbekannten Personen, die Verantwortung übernahm oder ob er sagte: „Weil ich nicht für alle garantieren kann, räume ich jetzt den Platz ohne meine Personalien zu geben, und überlasse jedem seiner Eigenverantwortung.“
Sartre hätte darauf eine Antwort gewusst:
„Aber ich kann mich nicht auf Menschen verlassen, die ich nicht kenne, und mich dabei auf die menschliche Güte oder das Interesse des Menschen für das Wohl der Gesellschaft stützen, da der Mensch frei ist und es keinerlei menschliche Natur gibt auf die ich bauen könnte“
Sich also dafür zu entscheiden die Verantwortung für eine Gruppe von Fremden zu übernehmen stellt unbestreitbar ein Risiko dar, bei dem es ganz darauf ankommt ob diese Gruppe zu der auch ich gehörte, zum Vor- oder Nachteil dieses Mannes handelten. Böse gesagt könnte man sagen es sei dumm von ihm, darauf zu vertrauen, dass wir in 15 Minuten den Platz räumen würden.
Sich trotzdem dafür zu entscheiden dieses Risiko auf sich zu nehmen, kann ich mir nur erklären, wenn dieser Mann genau auf diese von Sartre verneinte menschliche Natur vertraut hatte. Dann muss er kalkuliert haben, dass wir und auch ich in etwa wie folgt denken:
„Aber dieser Fremde bringt ein Opfer (seine Personalien) für mich auf und ist bereit für uns alle gerade zu stehen, da muss man ihm doch entgegen kommen und in den Platz räumen“ Wenn ich so gedacht hätte, hätte ich „solidarisch“ und „menschlich“ gehandelt.
Meine Frage: Nur weil dieser Mann, den ich nicht kenne, ohne mich zu fragen ein solches Opfer für mich bringt, muss jetzt also auch ich ihm gegenüber Solidarität zeigen?
Ich büsse also von meiner Entscheidungs- und Handlungsfreiheit mich den Polizisten zu widersetzen oder nicht ein, nur weil ich ungefragt zur wechselseitigen Solidarität verpflichtet worden bin?
Und ich gebe zu, dass mir diese Freiheit viel wert ist. Aber ich habe mir sehr wohl die Frage gestellt, ob es es wert sei auf diese Freiheit in Angesicht dieser Lappalie zu bestehen, oder ob ich auch einfach den solidarisch den Platz räumen könnte, damit dieser unbekannte Mann keine Scherereien bekommt. Gut möglich, dass eine Abwägung in diesem spezifischen und kleinlichen Fall zugunsten des Fremden ausgefallen wäre, wenn ich dabei nicht noch ein weiteres Opfer als meine Freiheit in Kauf hätte nehmen müssen.
Indem dieser Fremde auf eine „menschliche Natur“ in mir baute, glaubte er an „etwas Gutes im Menschen“ und auch in mir, zu dem ein „natürliches“ Solidaritätsbewusstsein gehörte. Das entspricht seinem Menschen- und Weltbild, das ein moralisches ist und das ich nicht unbedingt teile. Nicht weil ich nicht glaube, dass es nicht etwas Gutes im Menschen gibt, sondern weil es mich noch zu etwas Weiterem verpflichtet. Weil es nun also „gut“ und „menschlich“ wäre, müsste ich auch Solidarität gegenüber seiner Idee von einem Rechtsstaat zeigen. Seine Idee von einem Rechtsstaat entspricht also seinem Versprechen an die Polizisten in 15 Minuten den Platz zu räumen, dass man sich an die Gesetze halten müsse und seinem exekutivem Arm Gehorsam zu leisten habe und damit basta. Dass der Rechtsstaat für uns sorgen müsse wie für ein unmündiges und hilfloses Kind, dass er immer wisse, was das Beste für uns sei. Wenn nun also das „Gute“ in mir von mir verlangt, dass ich Solidarität zeige, verlangt es auch von mir, dass ich dieser Idee von Rechtsstaat zustimme.
Aber das kann ich nicht. Denn ich sage mit Goethe:
„Man kann zum Vorteil der Regeln viel sagen, ungefähr was man zum Lobe der bürgerlichen Gesellschaft sagen kann. Ein Mensch, der sich nach ihnen bildet, wird nie etwas Abgeschmacktes und Schlechtes hervorbringen, wie einer, der sich durch Gesetze und Wohlstand modeln lässt, nie ein unerträglicher Nachbar, nie ein merkwürdiger Bösewicht werden kann; dagegen wird aber auch alle Regel, man rede was man wolle, das wahre Gefühl von Natur und den wahren Ausdruck derselben zerstören!“
Ich bin nicht gegen den Rechtsstaat, sehe sogar seine Nötigkeit sehr wohl ein, aber zu seinen Gesetzen kann ich nur Ja sagen, wenn sie lebbar sind, wenn sie nicht bevormunden, wenn der Rechtsstaat Ohren und nicht nur Fäuste für den Widerstand übrig hat, wo dieser Bedürfnisse der Bevölkerung ausdrückt. Wenn jetzt aber eingewendet wird, dass noch ausdiskutiert werden müsse, ob die Stadt B. und der Rechtsstaat S. der Jugend und überhaupt genügend Freiraum zum atmen zu Verfügung stellt, verstehe ich das. Aber dabei handelt es sich aber um eine andere Diskussion, die ich zu gerne zu einem anderen Zeitpunkt führe, wenn du willst. Was ich mit dieser Ausführung sagen will ist, dass mir dieser Herr „Unbekannt“ durch seinen Solidaritätsanspruch nicht nur ein moralisches Menschen- und Weltbild aufzwingt, gegen das ich in diesem Fall nichts habe, sondern auch noch verlangt, dass ich meine Idee von einem Rechtsstaat aufgebe.
Und Nein ich bin nicht bereit diese Idee ohne weiteres aufzugeben, ohne mit dem Fremden darüber diskutiert zu haben, ohne von seiner Rechtsstaatidee überzeugt worden zu sein und dahinter stehen zu können. Ich lasse mich nicht von diesen moralischen Ansprüchen und dem Glauben an das „Gute im Menschen“ in Fesseln legen.
Vielleicht verstehst du jetzt, warum ich damals das sehr spitze und vielleicht unreif erscheinende, aber sehr wohl überlegte Wort „Vergewaltigung“ angewendet habe.
Denn wenn von mir verlangt wird, dass ich gegen meine Überzeugungen handle, dann zwingt man mich zu etwas, dass nicht meinem Willen entspricht.
... link (0 Kommentare) ... comment
Sonntag, 19. Juni 2011
miercoles, 04:17h
Was will ich wirklich tun? Was will ich in diesem Moment wirklich machen? Ich könnte es nicht sagen. Ich würde lesen, nicht um zu lesen, sondern weil ich es auf morgen müssen kann. Ich bin zu Z, weil ich dann etwas tat. Weil, damit, um, dafür. Nicht weil ich es will, sondern weil es die Zeit tot schlägt. Es schlägt Sie tot. Ich habe Ja nicht getroffen, weil es mich interessieren würde Menschen aus Brasilien kennen zu lernen. Ich fahre nicht nach Brasilien um dort irgend etwas noch iregjemanden kennen zu lernen, ich fahre nach Brasilien, damit ich sagen kann etwas aus meinem Leben gemacht zu haben. Ich habe Sprachen gelernt, damit ich irgend etwas kann. Ich bin in einen Schauspielkurs, damit ich mich kreativ betätige, genauso wie Textileswerken eine Ausrede war um ja nicht produktiv sein zu müssen. Kurs ist die Entschuldigung unseres Lebens, das Freibillet für ein beruhigtes Gewissen. Ich hab mich ja betätigt, ich hab es ja versucht, ich hab mich beschäftigt. Beschäftigt. Was soll es bedeuten, dass jemand der unterschätzt wird und sich nie entfalten kann, zu unrecht unterschätzt wird. Wenn man sich nicht entfalten kann, dann ist man nicht fähig dazu, dann wird man nicht unterschätzt, sondern man ist nichts wert. Und auch wenn man sagt, er kann sich wegen der Umstände nicht entfalten, ist er zu schwach diese Widerstände aus dem Weg zu räumen. Wieso sollte man ihn unterschätzt haben, wenn er doch wirklich zu schwach ist, Widrigkeiten zu bezwingen? Existentialismus auf Ex. Ich habe mir diese Tasche nicht gekauft, weil ich freude an ihr hatte, sondern weil ich dachte, dass ich eine Tasche brauche für die ich mich nicht schäme, genauso wie ich eine Sonnenbrille brauchte, mit der ich mich nicht schäme. Deswegen ist die Qualität der Glässer auch nur zweitrangig. Wir sind Menschen im Prozess, die nur ihr Ziel vor Augen haben, wie ein Essel die Aufgespannte Karotte vor Augen hat. Wir tun alles für etwas, aber nichts fürs tun. Wohin sind alle diese Selbstzwecke. Selbst im Sex. Der einzig überbliebene Selbstzweck, der gar keiner ist. Eine der wenigen Tatsachen, die wirklcih auf einen Zweck zurückzuführen sind, nämlich die Fortpfalnzung, wird als die höchste Selbstverwirklichung unserer Zeit angesehn. Früher noch ganz einfach Konsequenz der Geschlechtserhaltung, heute die Spitze jeder Lebenserfahrung. Darüber hinaus gibt’s nichts mehr, schluss: Slebstzweck. Aber ist der Zweck eines Gipfels die Höhe? Hinterfrage ich sogra den alchimedichen Punkt des Zweifelns, hinterfrage ich den Zweifel, als ausrede oder Verzweiflung. Zweifel ich, weil ich grundätzlich zweifle, und zweifle ich an, dass der zweifel berechtigt ist. Vielleicht gäbe es nicht meal einen Grund zu zweifeln, vielleicht zweifle ich nur, weil ich weiss, dass immer alles unsicher ist, vielleicht also auch der Zweifel. Aber ich zweifle sogar den Zweifel an meinem Zweifel an. Genug. Es ist wie wenn man von einem Zimmer in die Aussenwlt schreitet. Aus dem Weltall die Erde btrachtet und dann die Hintertür ins Universum zu nehmen und auf das Weltall zu blicken und zu denken, vielleicht ist auch dieses Universum nur eine Schuhschatel, und ich öffne den Deckel und erkenne die Schuchachtel und steige aus der Badewann und sehe die Wanne.
Was hab ich wirklcih gemacht nicht um irgendwetas zu erreichen, sondern, weil ich es machen wollte oder weil ich es musste. Meine Maturarbeit. Die ich sogra machen musste, aber nicht die Inzerviews. Vielleicht ist Perfektionismus die letzte Flucht in den Selbstzweck. Dekadenz die letzte Selbsterfüllung. Zu machen um zu machen. Zu besitzten um zu besitzen. Nicht mehr. Habe ich gespielt um zu spielen. Ja, das habe ich. Habe ich gemalt um zu malen. Nein, dass hab ich nicht. Habe ich gelesen um zu lesen. Nein, nur weil es mir leute empfohlen haben, weil ich es gelesen haben wollte um es zu kennen, um belesen zu sein. Aber wirklich lesen wollte ich es nicht. Aber da ist doch manchmal die Freude, die Freude am eigenen Verstand, wenn der verstand in wunderbaren Spiralen Schlussfolegrungen und Gleichen erfasst. Wenn Verstanden wird.
Dann lese ich um zu lesen. Spezifizierung: um zu verstehen. Manche Sachen verstehe ich, weil ich sie verstehen will und dass sind genau die, die ich mir merke, über die ich mich wundere, weil sie zu nichts nütze sind, oder besonders, weil sie zu etwas nütze sind. Zu wissen wie man Bananen in einem Erdloch, wie man ErsatzMilch aus Mandelmilch mischt (Obwohl es natürich sehr fraglich ist woher man Mandel kriegn sollte wenn schon keine Mutter milch vorhanden ist) zu wissen wie man Kaffee aus Eicheln machen kann, sind Selbstzwecke, wel ich es geniesse sie zu wissen. Ja ich geniesse sie zu wissen. Ich will sie nicht wissen, dass sie mir irgenwann Nütz sein werde. Nütz Nütz Nüütz. Wie ein grassiger Abfall. Lassen Sie dieses wort mal auf ihrer Zunge zergehen. Obwol ich es geniesse zu wissen, dass es mir irgendawann Nütz sein wird. Ein schönes Wort Nütz, obwohl es nicht gibt. Es ist irreel odder inexistent. Schreibe ich um irgend etwas u schreiben? Sollte ich lesen, weil ich dann beruiht bin irgend etwas gemacht uu haben. Something. Wieso habe ich gesprte- Weil es mich interessiete? Wel ich Leute auf etas aufmerksam machen wollte? Weil ich Anerkennung wollte. Sicher nicht weil es mich interessietz hätte.
Aber wie werde ich jemals sicher sein, dass mich rigendetwas interessiert? Ist es sicher, dass es mich interessiet, welche Kuriusum sich aus Tippfejlen ergeben, weolche ortographischen Schönheiten, weilche oralen Orgasmen. Welche Sinn(losen)lichen Bilder. Oder will ich nicht einfach irgend etwas dinden, dass ich Intersseirt. Ich will mich für etwas interessiren, damit ich mich interessiere. Schönes Paradox. Ich werde es nich 100prozentig wissem. Es lässt sich immer ein Grund finden, ein Zweck, ein Wert, ein Nutzen, ein Gebracuh, Einzig und allein, sich er kann ich mir, sein, dass ich es wissen will. Und wissen will ich es vielleichz auch nur, damit ich entlich ruhe finde. Der alchimedische Zweifel ist wie Pocken. Überall. In jeder falte, in jeder Nische, hinter jedem Gesic. Ok. Ich werde mir nie sicher sein können, dass es mir um die Sache geht und nicht um Beschäftigung. Aber wieso ist der Mensch, das Tier, dass die Zeit tit schlägt. Weil wir uns vorstellen können, dass wir dem Schauplatz verlassen, und sobald wir über den Sachen stehen, sobald wir überblick haben, tritt Langweile ein. Kann es uns nicht merh mitreisen, nicgt mehr fscinieren, nicht hundert proztentig erfüllen, wel es eeben nur noch mehr ein Teil von uns ost, weil es uns nicht übersteigt. Alles, was uns übersteigt, können wir nie vergessen, weil unser Verstand es nicht umfassen kann. Alles was wir erfassen, verstehen können, wird uns nie erfüllen. Es muss der Moment kommen, wo es uns nicht mehr interessiet zu verstehen, sondern einfach zu tun, wenn es uns nicht emrh interessiert ob der Zweifel begründez ist oder nicht, ob Zweifl angebracht ist oder nicht. Ob wir zweifeln oder nicht. Wenn usn das alles nicht mehr ineressiert
Was hab ich wirklcih gemacht nicht um irgendwetas zu erreichen, sondern, weil ich es machen wollte oder weil ich es musste. Meine Maturarbeit. Die ich sogra machen musste, aber nicht die Inzerviews. Vielleicht ist Perfektionismus die letzte Flucht in den Selbstzweck. Dekadenz die letzte Selbsterfüllung. Zu machen um zu machen. Zu besitzten um zu besitzen. Nicht mehr. Habe ich gespielt um zu spielen. Ja, das habe ich. Habe ich gemalt um zu malen. Nein, dass hab ich nicht. Habe ich gelesen um zu lesen. Nein, nur weil es mir leute empfohlen haben, weil ich es gelesen haben wollte um es zu kennen, um belesen zu sein. Aber wirklich lesen wollte ich es nicht. Aber da ist doch manchmal die Freude, die Freude am eigenen Verstand, wenn der verstand in wunderbaren Spiralen Schlussfolegrungen und Gleichen erfasst. Wenn Verstanden wird.
Dann lese ich um zu lesen. Spezifizierung: um zu verstehen. Manche Sachen verstehe ich, weil ich sie verstehen will und dass sind genau die, die ich mir merke, über die ich mich wundere, weil sie zu nichts nütze sind, oder besonders, weil sie zu etwas nütze sind. Zu wissen wie man Bananen in einem Erdloch, wie man ErsatzMilch aus Mandelmilch mischt (Obwohl es natürich sehr fraglich ist woher man Mandel kriegn sollte wenn schon keine Mutter milch vorhanden ist) zu wissen wie man Kaffee aus Eicheln machen kann, sind Selbstzwecke, wel ich es geniesse sie zu wissen. Ja ich geniesse sie zu wissen. Ich will sie nicht wissen, dass sie mir irgenwann Nütz sein werde. Nütz Nütz Nüütz. Wie ein grassiger Abfall. Lassen Sie dieses wort mal auf ihrer Zunge zergehen. Obwol ich es geniesse zu wissen, dass es mir irgendawann Nütz sein wird. Ein schönes Wort Nütz, obwohl es nicht gibt. Es ist irreel odder inexistent. Schreibe ich um irgend etwas u schreiben? Sollte ich lesen, weil ich dann beruiht bin irgend etwas gemacht uu haben. Something. Wieso habe ich gesprte- Weil es mich interessiete? Wel ich Leute auf etas aufmerksam machen wollte? Weil ich Anerkennung wollte. Sicher nicht weil es mich interessietz hätte.
Aber wie werde ich jemals sicher sein, dass mich rigendetwas interessiert? Ist es sicher, dass es mich interessiet, welche Kuriusum sich aus Tippfejlen ergeben, weolche ortographischen Schönheiten, weilche oralen Orgasmen. Welche Sinn(losen)lichen Bilder. Oder will ich nicht einfach irgend etwas dinden, dass ich Intersseirt. Ich will mich für etwas interessiren, damit ich mich interessiere. Schönes Paradox. Ich werde es nich 100prozentig wissem. Es lässt sich immer ein Grund finden, ein Zweck, ein Wert, ein Nutzen, ein Gebracuh, Einzig und allein, sich er kann ich mir, sein, dass ich es wissen will. Und wissen will ich es vielleichz auch nur, damit ich entlich ruhe finde. Der alchimedische Zweifel ist wie Pocken. Überall. In jeder falte, in jeder Nische, hinter jedem Gesic. Ok. Ich werde mir nie sicher sein können, dass es mir um die Sache geht und nicht um Beschäftigung. Aber wieso ist der Mensch, das Tier, dass die Zeit tit schlägt. Weil wir uns vorstellen können, dass wir dem Schauplatz verlassen, und sobald wir über den Sachen stehen, sobald wir überblick haben, tritt Langweile ein. Kann es uns nicht merh mitreisen, nicgt mehr fscinieren, nicht hundert proztentig erfüllen, wel es eeben nur noch mehr ein Teil von uns ost, weil es uns nicht übersteigt. Alles, was uns übersteigt, können wir nie vergessen, weil unser Verstand es nicht umfassen kann. Alles was wir erfassen, verstehen können, wird uns nie erfüllen. Es muss der Moment kommen, wo es uns nicht mehr interessiet zu verstehen, sondern einfach zu tun, wenn es uns nicht emrh interessiert ob der Zweifel begründez ist oder nicht, ob Zweifl angebracht ist oder nicht. Ob wir zweifeln oder nicht. Wenn usn das alles nicht mehr ineressiert
... link (0 Kommentare) ... comment